AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia APA 25-61 Bremen Erzstift, Administrator contra Hamburg Stadt, Bürgermeister und Rat; Auseinandersetzung wegen Handelsverbots;, 1613-1614 (Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File))

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA RHR Judicialia APA 25-61
Titel:Bremen Erzstift, Administrator contra Hamburg Stadt, Bürgermeister und Rat; Auseinandersetzung wegen Handelsverbots;
Entstehungszeitraum:1613 - 1614
Darin:Erzbischöfliches Edikt (Einschränkung der Anzahl der Bierschänken und Importverbot für Bier) 1611 09 27, fol. 712r-715v; Erzbischöfliches Edikt (Totschlag, Bierausschank) 1613 03 03, fol. 736r-739v

Angaben zu Inhalt und Struktur

Kläger/Antragsteller/Betreff:Bremen Erzstift, Administrator
Beklagter/Antragsgegner:Hamburg Stadt, Bürgermeister und Rat
Gegenstand - Beschreibung:Kläger führt aus, zum Schutz seiner Untertanen und zur Verminderung der um sich greifenden tätlichen Auseinandersetzungen einige Bierschänken im Erzbistum geschlossen und die Einfuhr von Bier, darunter auch aus der Stadt Hamburg, durch ein Edikt verboten zu haben. Beklagte hätten auf das Edikt mit einem Handelsverbot für Untertanen des Erzstifts in der Stadt Hamburg sowie mit der Beschlagnahme eines für erzbischöfliche Untertanen bestimmten Holztransports auf der Elbe reagiert. Kläger macht geltend, aufgrund seiner landesherrlichen Aufsichtspflicht über den Lebenswandel seiner Untertanen zum Erlaß des fraglichen Edikts berechtigt gewesen zu sein. Er bittet, seine Verordnung zu bestätigen, außerdem um ein kaiserliches Mandat gegen Beklagte, das Handelsverbot aufzuheben und den beschlagnahmten Holztransport freizugeben. In ihrer Stellungnahme zum kaiserlichen Mandat berufen sich Beklagte auf ein laufendes reichskammergerichtliches Verfahren wegen des Transports von Waren auf der Elbe bei der Stadt Hamburg. In der Sache werfen sie ihrerseits Kläger vor, den freien Handel durch sein ungerechtfertigtes Verbot behindert zu haben. Beklagte bitten, das kaiserliche Mandat zu kassieren und Kläger an das Reichskammergericht zu weisen, später um ein kaiserliches Mandat gegen Kläger, das Importverbot für Hamburger Bier
aufzuheben.
Entscheidungen:Kaiserliches Mandat gegen Beklagte, das Handelsverbot aufzuheben und den beschlagnahmten Holztransport freizugeben 1613 09 12 (mit Zustellungsbestätigung), fol. 716r-721v; Kommunikation der Stellungnahme der Beklagten an Kläger 1614 04 04 (Vermerk), fol. 725v
Umfang:fol. 707-739
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1644
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=4285428
 

Social Media

Weiterempfehlen
 
Startseite|Anmelden|de en fr it nl