AT-OeStA/HHStA RK Maximiliana 1-3-1 Kaiser Friedrich [III.] schreibt an seinen Sohn, König Maximilian, und wirft ihm vor, dass er immer noch in den Erbländern nicht angekommen ist, wodurch seine Schmach wegen der Heirat seiner Tochter Kunigunde, Maximilians Schwester, umso beträchtlicher erscheint

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA RK Maximiliana 1-3-1
Titel:Kaiser Friedrich [III.] schreibt an seinen Sohn, König Maximilian, und wirft ihm vor, dass er immer noch in den Erbländern nicht angekommen ist, wodurch seine Schmach wegen der Heirat seiner Tochter Kunigunde, Maximilians Schwester, umso beträchtlicher erscheint. Er bittet ihn noch einmal nachdrücklich, von liederlichen Händeln ohne Bestand abzulassen, sich das Reich und die Erbländer mehr zu Herzen zu nehmen und nach Speyer zu reisen, solange die Kurfürsten noch versammelt seien.
Entstehungszeitraum:04.01.1487
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Kaiser Friedrich [III.] an KM (lieber sun): Er hat KMs Botschaft (werbung), die durch Caspar Megk wegen seines Ausbleibens übermittelt wurde, erhalten. KM soll daran denken, dass er die Last des Krieges vor dem Kaiser, den Kurfürsten, Fürsten und der Reichsversammlung zu Frankfurt (Franckfort) auf sich genommen hat, wozu seine persönliche Anwesenheit nötig ist. Wenn er also nicht persönlich zu ihm und zu den Kurfürsten nach Speyer kommt, kann er, Friedrich, weder bei den Kurfürsten noch bei den Herzogen von Bayern (unsern oheimen, den fúrsten von Beyern) etwas Nutzbringendes erreichen - wie er es ihm schließlich schon so oft schriftlich erklärt hat. Dadurch, dass KMs Ankunft in den Erblanden in Verzug geraten ist, ist es zu Friedrichs Schmach (schimpf) wegen der Heirat seiner Tochter [Kunigunde] gekommen, die vasst unnglich zu sehen ist. – Er bittet KM daher noch einmal nachdrücklich (bitten und ermanen … mit gannczem fleiß auf daz hochst wir ymmer mugen), alle Hindernisse seines Kommens zu überwinden, sich das Heilige Römische Reich und die Erbländer mehr zu Herzen zu nehmen und eiligst nach Speyer zu reisen, solange die Kurfürsten noch beisammen sind. So wird KM beim König [Karl VIII.] von Frankreich , dem Heiligen Römischen Reich und den Untertanen für Aufsehen und Furcht sorgen [und das wäre besser] als die Ehre der Erbländer und des Reiches zu verachten und liederlichen Händeln ohne Bestand anzuhängen. Kaiser Friedrich will mittlerweile alle förderlichen Schritte unternehmen. Ob er sich mit dem König von Frankreich auf einem Waffenstillstand (fridlichen anstannd) einlassen oder mit ihm lieber über einen endgültigen Friedensschluss (entliche rachtung) verhandeln soll, kann Kaiser Friedrich KM nur schwer raten. Er weiß ja selbst, welcher Schaden (unrats und verderbens) dem Haus Österreich bisher aus solchen Verhandlungen (teidung und henndlen) mit Frankreich enstanden sei. Er hat selber schweren Herzens gehört, wie ihn der König von Frankreich bei den Kurfürsten und Anderen verschmäht (schimpflich und smechlichen außschreibe) oder dies zu tun beabsichtigt. Wenn dies geschehen ist, werden KM deutliches Mißtrauen, Widerwille und Zerwürfnis begegnen (mercklichen ungelaúben, widerwillen und abfall daraus entsteen). KM soll alles andere zurückstellen und sich unverzüglich zu ihm und den Kurfürsten begeben. Deren Rat wird ihm den meisten Nutzen bringen (daselbst euch am fruchtperlichist geraten) – und wird auch viel ehrlicher sein, als der, der ihm in seinen Landen zuteil wird; das wollet mer bedennckhen und zu herczen nemen, denn wir davon schreiben múgen und dise meynung vetterlich und gút versteen. (RIplus Managing Maximilian 1 n. 38)
Aussteller:Kaiser Friedrich [III.]
Empfänger/Vertragspartner:König Maximilian
Ort:Speyer
Sprache:Deutsch
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Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Digitale Aufnahme

Angaben zu verwandtem Material

Website:RIplus Managing Maximilian 1 n. 38

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:fol. 1-2
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1517
Erforderliche Bewilligung:Kein Zugang (Reservatbestand)
Physische Benützbarkeit:Nicht möglich
Zugänglichkeit:Ausgewählte Archivmitarbeiter/-innen
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=3004771
 

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