AT-OeStA/HHStA StK Kongressakten 17-2 Protokolle der Aachener Konferenz Nr. 27 bis 47, 1818.11.09-1818.11.22 (Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File))

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA StK Kongressakten 17-2
Titel:Protokolle der Aachener Konferenz Nr. 27 bis 47
Entstehungszeitraum:09.11.1818 - 22.11.1818
Stufe:Akt (Sammelakt, Grundzl., Konvolut, Dossier, File)

Angaben zum Umfang

Umfang:Fol. 1-261

Angaben zu Inhalt und Struktur

Unterteilung/Enthält:Protokoll 27: Besprechung der Beobachtungen des Karl August Fürst von Hardenberg, preußischer Delegierter, zu den Forderungen des Ernst Herzog zu Sachsen-Coburg, Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg und des Friedrich V. Ludwig Landgraf von Hessen-Homburg (09.11.1818, fol. 2-3)
Protokoll 28: Besprechung der Memoiren von Karl Robert von Nesselrode und Clemens Lothar Wenzel von Metternich betreffend die Territorialfragen des Großherzogtums Baden (10.11.1818, fol. 4-31)
Protokoll 29: Beschluss betreffend die von Frankreich zu zahlende Summe (11.11.1818, fol. 32-36)
Protokoll 30: Besprechung der Bemerkungen von Armand Emmanuel du Plessis, duc de Richelieu, und Metternich betreffend die vorgeschlagenen Maßnahmen von Robert Stewart, 2. Marquess of Londonderry, Viscount Castlereagh, betreffend die Abschaffung des Sklavenhandels mit schwarzen Afrikanern sowie Nachricht des portugiesischen Außenministers Pedro de Sousa Holstein, Graf von Palmela, betreffend die Piraterie der Barbareskenstaaten (11.11.1818, fol. 37-59)
Protokoll 31: Besprechung der Memoiren Richelieus, des russischen und österreichischen Kabinetts betreffend die Nachricht Palmelas sowie die Piraterie in den Barbaresken allgemein sowie Verfassung eines Konzepts einer Note an den schwedischen König Karl XIV. Johann, alle beiliegend (inklusive einer Nachricht des Kaisers an den schwedischen König) (13.11.1818, fol. 59-111)
Protokoll 32: Der britische Vertreter Wellington berichtet über kriminelle Verschwörungen in den Niederlanden. Anschließend Verlesung eines Protokolls betreffend die Wünsche der mediatisierten Fürsten und Grafen. Die Vertreter der Mächte beraten über strittige Angelegenheiten innerhalb des Deutschen Bundes: den territorialen Konflikt zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Bayern, den Zoll von Elsfleth und die Ansprüche des Herzogs von Oldenburg, die Klage des Prinzen Windisch-Graetz gegen den König von Württemberg, den Konflikt zwischen dem Landgrafen von Hessen-Homburg und dem Großherzog von Hessen, das Arrangement zwischen den Häusern Thurn und Taxis und Hohenzollern-Sigmaringen sowie die Beschwerden ehemaliger Grundbesitzer im Königreich Westphalen im nunmehrigen Kurfürstentum Hessen. Der französische Premierminister Richelieu thematisiert die Gefahren der Piraterie im Atlantik; die Vertreter der Mächte beschließen, eine diesbezüglich Note an die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika zu richten. (14.11.1818, fol. 112-156)
Protokoll 33: Besprechung betreffend die Umstände des Unterschreibens der Protokolle und ihrer Anerkennung (15.11.1818, fol. 157-158)
Protokoll 34: Deklaration betreffend die Antwort Richelieus auf eine Note zur Behandlung des 1808er Friedensvertrages, weitere Besprechung der Badener Angelegenheit, beiliegende Kopien der Protokolle vom 09.09.1818 und Abschrift vom 15.11.1848 (15.11.1818, fol. 159-172)
Protokoll 35: Regelung des Umgangs von Schuldforderungen französischer Untertanen gegenüber fremden Staaten in acht beigelegten Artikeln (16.11.1818, fol. 173-176)
Geheimes Protokoll vom 18.11.1818 betreffend eine finanzielle und territoriale Entschädigung für die Kinder der ehemaligen Königin von Schweden Frederike, insbesondere ihren Sohn Gustav von Wasa (fol. 177-181)
Protokoll 36: Beschluss der Modifikation der Zahlungsmodalitäten für Frankreich auf Wunsch von Richelieu (19.11.1818, fol. 182-191)
Protokoll 37: Die Vertreter der Mächte regeln die Verlängerung der Zahlungsfrist für Frankreich und beschließen, ein diesbezügliches Protokoll zu verfassen, welches an die Konvention vom 9. Oktober 1818 als zusätzlicher Artikel angehängt wird. (19.11.1818, fol. 192-195)
Protokoll 38: Auf Initiative des britischen Außenministers Castlereagh fassen die Vertreter der Mächte den Beschluss, die Ministerialkonferenz in London mit der Frage der Abschaffung des Sklavenhandels zu befassen, ohne die Antwort des Königs von Portugal und Brasilien auf die abgesendete Demarche abzuwarten. Die Vertreter Russlands versichern, Verhandlungen über praktische Maßnahmen zur Abschaffung des Sklavenhandels in London zu unterstützen. (19.11.1818, fol. 196-211)
Protokoll 39: Die Vertreter der Mächte beauftragen die Ministerialkonferenz in London mit der Beratung von Maßnahmen gegen die aus den nordafrikanischen Gebieten stammenden Piraten. Die Vertreter Großbritanniens und Frankreichs erklären ihre Bereitschaft, ein Schreiben an die nordafrikanischen Herrscher zu richten, um mögliche Konsequenzen ihrer Duldung der Piraterie darzulegen. Zudem behalten sich die Vertreter der Mächte vor, ein Schreiben in derselben Angelegenheit an die Pforte zu richten. (20.11.1818, fol. 212-223)
Protokoll 40: Die Vertreter der Mächte fixieren verschiedene territoriale und andere offene Angelegenheiten betreffend das Großherzogtum Baden in einem definitiven Protokoll. (20.11.1818, fol. 224-239)
Protokoll 41: Die Vertreter Russlands und Preußens übernehmen im Konflikt zwischen Peter I., Herzog von Oldenburg, und Wilhelm Gustav Friedrich Graf von Bentinck um die Herrschaft von Kniphausen die Vermittlung. Sollte diese Mediation zu keinem Ergebnis führen, wird die Territorialkommission in Frankfurt a. M. über die Mediatisierung der Herrschaft Kniphausen entscheiden. (20.11.1818, fol. 240-243)
Protokoll 42: Die Vertreter Russlands verlesen eine Denkschrift betreffend die Haftbedingungen Napoleon Bonapartes auf St. Helena, der sich die Vertreter der anderen Mächte anschließen. (21.11.1818, fol. 244-245)
Protokoll 43/1: Die Vertreter der Mächte entscheiden, ein Schreiben von monegassischen Untertanen, welche sich über das durch den Prinzregenten eingeführte Regierungssystem beschweren, an die Vertreter von Österreich, Preußen, Russland und Großbritannien in Paris weiterzuleiten. (21.11.1818, fol. 246-250)
Protokoll 43/2: Der niederländische König tritt den durch das Militärprotokoll vom 15. November 1818 beschlossenen Maßnahmen bei. (21.11.1818, fol. 251-252)
Protokoll 44: Die Vertreter der Mächte kommen überein, der zivilen und politischen Gesetzgebung betreffend die Juden weiter Aufmerksamkeit zu schenken. (21.11.1818, fol. 253-254)
Protokoll 45: Die Vertreter der Mächte fixieren den Rang der ständig akkreditierten Ministerresidenten; Vorschriften betreffend den ‚Salut de mer’ werden durch die Ministerialkonferenz in London festgelegt. (21.11.1818, fol. 255-256)
Protokoll 46: Die Vertreter der Mächte beschließen, weiterhin zwischen Spanien und Portugal in der Frage von Montevideo zu vermitteln. In Zukunft wird diese Aufgabe von der Ministerialkonferenz in Paris übernommen. (22.11.1818, fol. 257-258)
Protokoll 47: Auflösung der Ministerialkonferenz in Paris, die sich mit der alliierten Besatzung in Frankreich befasste. Die Einberufung von Konferenzen betreffend europäische Angelegenheiten wird ad hoc erfolgen. (22.11.1818, fol. 259-260)
Sprache:Französisch

Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Nicht vorhanden

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:Erschließungsinformationen zum Teil übernommen von: Mächtekongresse 1818-1822, hrsg. von Karin Schneider unter Mitarbeit von Stephan Kurz, Wien: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung 2018.
Website:Mächtekongresse 1818-1822, hrsg. von Karin Schneider unter Mitarbeit von Stephan Kurz, Wien: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung 2018.
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1848
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

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