AT-OeStA/HHStA UR AUR 20688 Jörg Stuchs von Trautmansdorff bestätigt den Juden Baruch, Sohn Eisleins aus [Wiener] Neustadt, und Kysan, Sohn Mendleins aus Graz, 60 Pfund Wiener Pfennig schulden., 1418.07.08 (Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde))

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA UR AUR 20688
Titel:Jörg Stuchs von Trautmansdorff bestätigt den Juden Baruch, Sohn Eisleins aus [Wiener] Neustadt, und Kysan, Sohn Mendleins aus Graz, 60 Pfund Wiener Pfennig schulden.
Entstehungszeitraum:08.07.1418
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zum Kontext

Provenienz:Rep. 3;
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Jörg Stuchs von Trautmannsdorf erklärt für sich und seine Erben, dass sie den Juden Baruch (Werachem), Sohn Eisleins (Eysleins) aus [Wiener] Neustadt, und Kysan (Chysian), Sohn Mendleins (Meanndleins) aus Graz, sowie deren Erben 60 Pfund Wiener Pfennig schulden, die sie ihnen bis zum kommenden St. Martinstag (11. 11.) zurückzahlen sollen; tun sie dies nicht, kommen pro Pfund und Woche drei Pfennig an Zinsen hinzu. Wenn die Juden nach dem Stichtag nicht länger auf die Rückzahlung der Schuld samt Zinsen warten wollen, soll diese erfolgen; widrigenfalls sollen die Aussteller einen Knecht selbander mit zwei Pferden nach Wiener Neustadt ins Einlager schicken, wo diese gemäß Einlagerrecht verbleiben sollen, bis die Schuld bezahlt ist. Die Zinsen laufen weiter, unabhängig davon, ob Einlager geleistet wird oder nicht. Die Aussteller setzen ihren Besitz in Österreich und anderswo als Sicherheit, aus dem der Landesfürst, dessen Landmarschall oder sonstiger Vertreter den Juden auf deren Verlangen nach dem Stichtag Pfänder stellen soll, und sie sollen die Aussteller, ihre Güter und Leute pfänden, bis die Schuld samt Zinsen bezahlt ist. Die Aussteller versprechen, sich an keine Herrschaft zu wenden und weder Frei-, Töt- oder Gegenbriefe noch sonstige obrigkeitliche Unterstützung (gewaltiger pet) zu erlangen, sondern die Schuld selbst zu bezahlen; wenn sie trotzdem solche Briefe erlangen, sollen diese ungültig sein. Jeder, der diese Urkunde mit Einverständnis der Juden im In- oder Ausland vorlegt, ob Christ oder Jude, soll gemäß den Bestimmungen bezahlt werden. (Brugger/Wiedl)
Aussteller:Jörg Stuchs von Trautmansdorff
Empfänger/Vertragspartner:Juden Baruch, Sohn Eisleins aus [Wiener] Neustadt, und Kysan, Sohn Mendleins aus Graz
Ort:[Wiener] Neustadt
Sprache:Deutsch
Siegel:3 anhangende Siegel
Beschreibstoff:Pergament

Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Digitale Aufnahme

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Brugger/Wiedl, Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich im Mittelalter, Bd. 5, S. 254f., Nr. 2670

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:Hebräische Vermerke auf der Plica:
חסדא
'Chisda'
זטוחש
'"Stuchs"'
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1448
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=7001308
 

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