AT-OeStA/HHStA UR AUR 20630 Jörg Stuchs von Trautmannsdorf bestätigt der Jüdin Rifka, Witwe Meister Abraham [Klausners] aus Wien, und dem Juden Baruch, Sohn des Eislein und Rifkas Schwiegersohn, 27 Pfund weniger 60 Pfennig Wiener Münze zu schulden., 1418.05.09 (Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA UR AUR 20630
Titel:Jörg Stuchs von Trautmannsdorf bestätigt der Jüdin Rifka, Witwe Meister Abraham [Klausners] aus Wien, und dem Juden Baruch, Sohn des Eislein und Rifkas Schwiegersohn, 27 Pfund weniger 60 Pfennig Wiener Münze zu schulden.
Entstehungszeitraum:09.05.1418
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zum Kontext

Provenienz:Rep. 3;
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Jörg Stuchs von Trautmannsdorf erklärt für sich und seine Erben, dass sie der Jüdin Rifka (Riffta), Witwe Meister Abraham [Klausners] (Abrahams) aus Wien, und dem Juden Baruch (Werach), Sohn des Eislein (Eyslein) und Rifkas Schwiegersohn, sowie deren Erben 27 Pfund weniger 60 Pfennig Wiener Münze schulden, die sie ihnen bis zum kommenden St. Martinstag (11. 11.) zurückzahlen sollen; tun sie dies nicht, kommen pro Pfund und Woche drei Pfennig an Zinsen hinzu. Wenn die Juden nach dem Stichtag nicht länger auf die Rückzahlung der Schuld samt Zinsen warten wollen, soll diese erfolgen; widrigenfalls sollen die Aussteller einen Knecht selbander mit zwei Pferden nach Wien ins Einlager schicken, wo diese gemäß Einlagerrecht verbleiben sollen, bis die Schuld samt Zinsen bezahlt ist. Die Zinsen laufen weiter, unabhängig davon, ob Einlager geleistet wird oder nicht. Jörg und seine Erben setzen ihren Besitz in Österreich und anderswo als Sicherheit, aus dem der Landesfürst, dessen Landmarschall oder sonstiger Vertreter den Juden auf deren Verlangen nach dem Stichtag Pfänder stellen soll, bis die Schuld samt Zinsen vollständig bezahlt ist. Die Aussteller versprechen, sich weder an den Hof noch an eine andere übergeordnete Instanz zu wenden und keine Frei-, Töt- oder Gegenbriefe zu erlangen, sondern die Juden selbst zu bezahlen; wenn sie trotzdem solche Briefe erlangen, sollen diese ungültig sein. Jeder, der diese Urkunde mit Einverständnis der Juden vorlegt, ob Christ oder Jude, soll gemäß den Bestimmungen bezahlt werden. (Brugger/Wiedl)
Aussteller:Jörg Stuchs von Trautmannsdorf
Empfänger/Vertragspartner:Jüdin Rifka, Witwe Meister Abraham [Klausners] aus Wien, und dem Juden Baruch, Sohn des Eislein und Rifkas Schwiegersohn
Ort:Wien
Sprache:Deutsch
Siegel:2 anhangende Siegel
Beschreibstoff:Pergament

Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Digitale Aufnahme

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Brugger/Wiedl, Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich im Mittelalter, Bd. 5, S. 246, Nr. 2659

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:Hebräischer Vermerk auf der Plica:
חרטין קעט׳׳ל של מר׳ אמי איבןיורג זטיקש ח׳׳ל כ׳׳ו ליט׳ וו׳ מנקו׳ על
'"Jorg Stichs" schuldet mir 26 Pfund und 6 Mankus auf [durchgestrichenes unklares Wort] Martini (chartin) 179 nach der [kleinen] Jahreszählung (1418). Gehört meiner Frau Mutter.'
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1448
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=6992788
 

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