AT-OeStA/HHStA UR AUR 20398 Jörg Peck zu Brunn, Amtmann des Klarissinnenklosters in Wien, spricht dem Juden Süßman aus Wien einen näher bezeichneten Weingarten bei Brunn am Steinfeld gerichtlich zu., 1417.02.08 (Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde))

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA UR AUR 20398
Titel:Jörg Peck zu Brunn, Amtmann des Klarissinnenklosters in Wien, spricht dem Juden Süßman aus Wien einen näher bezeichneten Weingarten bei Brunn am Steinfeld gerichtlich zu.
Entstehungszeitraum:08.02.1417
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zum Kontext

Provenienz:Rep. 4/2; St. Clara Wien
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Jörg Peck zu Brunn, Amtmann des Klarissinnenklosters in Wien, erklärt, dass der Jude Süßman (Suesman) aus Wien, Schwiegersohn der [Sara] Josephin (Joseppinn), vor ihm im Gericht auf den Weingarten des verstorbenen Jakob Tunauer und dessen Frau Elisabeth, der zu Brunn am Steinfeld neben dem Weingarten Heinrich Fragners liegt und zweieinhalb Gewanne umfasst, geklagt hat. Von dem Weingarten sind jährlich am St. Michaelstag (29. 9.) drei Pfennig Grundrecht in den Hof Hans Stelzers in Brunn zu zahlen, dessen Grundherrinnen die Klarissinnen sind, denen ebenfalls am St. Michaelstag drei Schilling Pfennig Grundrecht zu zahlen sind. Süßman klagte bezüglich der Schulden, die Jakob Tunauer und Elisabeth bei ihm und seinen Erben hatten, worüber er einen Geldbrief hat; aufgrund der Schuld hat Süßman den Weingarten in verpot genommen und darauf gemäß Berg- und Landrecht in Österreich geklagt. Es wurde entschieden, dass Jörg Peck bei dem verstorbenen [!] Jakob Tunauer und Elisabeth anfragen lassen solle, ob diese den Weingarten auslösen wollten, was dieser gemäß Berg- und Landrecht tat. Da danach nur Süßman, jedoch weder Jakob noch Elisabeth oder sonst jemand, der den Weingarten auslösen wollte, wieder vor dem Aussteller im Gericht erschien, wurde entschieden, dass Jörg Peck, nachdem Süßman ihm seine Vergütung gegeben hatte, diesen und dessen Erben mit allen Rechten gemäß dem Geldbrief an die Gewer des Weingartens setzen solle, sodass ihnen die Schuld samt Zinsen daraus abgegolten wird. (Brugger/Wiedl)
Aussteller:Jörg Peck zu Brunn, Amtmann des Klarissinnenklosters in Wien
Empfänger/Vertragspartner:Jude Süßman aus Wien
Ort:s.l.
Sprache:Deutsch
Siegel:1 anhangendes Siegel, fehlt
Beschreibstoff:Pergament

Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Digitale Aufnahme

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Brugger/Wiedl, Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich, Bd. 5, S. 216f., Nr. 2614.
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1447
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=6981186
 

Social Media

Weiterempfehlen
 
Startseite|Anmelden|de en fr it nl