AT-OeStA/HHStA UR AUR 19882 Michael Molter zu Breitensee, Bergmeister der geistlichen Frauen zu St. Klara in Wien, spricht dem Juden Gedl, Sohn des Juden Scheftlein aus Wien, ein halbes Joch Weingarten des verstorbenen Andreas Schneider am Kohlmarkt zu Wien zu., 1414.03.30 (Einzelstück (Aktenstück

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/HHStA UR AUR 19882
Titel:Michael Molter zu Breitensee, Bergmeister der geistlichen Frauen zu St. Klara in Wien, spricht dem Juden Gedl, Sohn des Juden Scheftlein aus Wien, ein halbes Joch Weingarten des verstorbenen Andreas Schneider am Kohlmarkt zu Wien zu.
Entstehungszeitraum:30.03.1414
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zum Kontext

Provenienz:Rep. 4/2; St. Klara Wien
Archivalienart:Urkunde

Angaben zu Inhalt und Struktur

Regest:Michael Molter zu Breitensee, Bergmeister der geistlichen Frauen zu St. Klara in Wien, erklärt, dass der Jude Gedl (Geadl), Sohn des Juden Scheftlein (Scheaftleins) aus Wien, vor ihm im Gericht auf ein halbes Joch Weingarten des verstorbenen Andreas Schneider am Kohlmarkt zu Wien geklagt hat. Von dem Weingarten, der in Breitensee im Gern neben dem Weingarten Jakob Sollschneiders liegt, sind dem Wiener Klarissinnenkloster jährlich 60 Wiener Pfennig für Bergrecht und Zehent sowie drei Pfennig zu Vogtrecht zu dienen. Gedl klagte um die Geldschuld, die ihm Andreas Schneider samt Zinsen schuldig ist und für die er ihm den genannten Weingarten verpfändet hat, wie es im Grundbuch der Klarissinnen verzeichnet ist; gemäß diesem Grundbuch klagte der Jude nun auf den Weingarten. Das Gericht beauftragte daraufhin den Bergmeister, bei den Testamentsvollstreckern des verstorbenen Schuldners, nämlich Meister Christian Vrowm, Hugo Kürschner und Michael Plattner, anfragen zu lassen, ob sie den strittigen Weingarten auslösen wollten, was der Bergmeister gemäß Berg- und Landrecht tat. Danach erschien Gedl wiederum vor Gericht, jedoch weder die Testamentsvollstrecker noch jemand anderer in deren Namen, um den Weingarten auszulösen. Deshalb wurde Gedl angewiesen, dem Bergmeister seine Vergütung zu geben, was er auch tat; daraufhin übergab ihm der Bergmeister im Auftrag des Gerichts gemäß dem Grundbuch den verpfändeten Weingarten und setzte ihn und seine Erben mit allen Rechten an die Gewer, damit ihnen die Schuld samt Zinsen zur Gänze daraus beglichen wird, worüber ihm der Bergmeister eine Urkunde ausstellte. (Brugger/Wiedl)
Aussteller:Michael Molter zu Breitensee, Bergmeister der geistlichen Frauen zu St. Klara in Wien
Empfänger/Vertragspartner:Jude Gedl, Sohn des Juden Scheftlein aus Wien
Ort:Wien
Sprache:Deutsch
Siegel:1 angehängtes Siegel, fehlt
Beschreibstoff:Pergament

Angaben zur Benutzung

Reproduktion vorhanden:Digitale Aufnahme

Angaben zu verwandtem Material

Veröffentlichungen:Brugger/Wiedl, Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich im Mittelalter, Bd. 5, S. 160f., Nr. 2540
Website:https://www.monasterium.net/mom/AT-HHStA/WienStClaraOSCI/1414_III_30/charter
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1444
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=6822760
 

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