AT-OeStA/KA VL TK Totenkartei des Weltkrieges (TK), 1914 - 1918 (Bestand)

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/KA VL TK
Titel:Totenkartei des Weltkrieges (TK)
Entstehungszeitraum:1914 - 1918
Stufe:Bestand

Angaben zum Umfang

Anzahl:1098
Archivalienart:Kartei

Angaben zum Kontext

Verwaltungsgeschichte:Karteikarten, die aus unterschiedlichsten Quellen mit Informationen befüllt wurden, teilweise zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt bzw. korrigiert wurden.
Archivierungsgeschichte:[Digitalisierung der Kartei von August 2024 bis März 2026]

Angaben zu Inhalt und Struktur

Inhalt:Karteikarten (insgesamt 1098 Kartons, inklusive 2 Kartons "ungeordnete" - nicht in das phonetische System eingereihte Karteikarten).

Vordruck auf den Karteikarten:
Namen, Vornamen, Chargengrad, Truppenkörper, Geburtsjahr, Heimatort, Zeitpunkt und Ort des Todes, Grablage
(oft sind einzelne Rubriken nicht oder nur unzureichend ausgefüllt - vor allem das Fehlen des Geburtsjahres bzw. der Altersangabe erschwert eine eindeutige Zuordnung zu einer Person bzw. macht die Zuordnung teilweise unmöglich).
Ordnung und Klassifikation:Der Bestand ist eine phonetisch geordnete Kartei und daher nur erschwert benützbar!

Wer sich dazu entschließt, diese phonetische Kartei für die (Familien)Forschung heranzuziehen, sollte sich mit der speziellen Art der Karteiablage vertraut machen, um sich selbst unnötige Enttäuschungen bei der Suche in der Kartei zu ersparen.

LESEN UND BEHERZIGEN SIE DAHER FOLGENDE WICHTIGE HINWEISE:
Für die Suche nach einem bestimmten Familiennamen ist Folgendes unbedingt zu beachten:

Die vorliegende Kartonbeschriftung (und damit auch das vorliegende Kartonverzeichnis hier im Archivinformationssystem) gibt nur den BEGINN einer phonetisch gelegten NAMENSGRUPPE im Karton an, und zwar auf EINEN Anfangbuchstaben lautend (derzeit nur in Ausnahmefällen die Varianten der Anfangsbuchstaben auf dem Karton und im Kartonverzeichnis vermerkt).

Zur besseren Orientierung wurden die ersten drei Kartons des Bestandes etwas detaillierter beschrieben und beschriftet (danach setzt sich die Beschriftung, wie ursprünglich angelegt, fort).
Bei einigen weiteren Kartons wurden zusätzliche Namenshinweise in der Titel-Zeile bzw. zusätzlich in der Zeile "Unterteilung/Enthält" zwecks besserem Verständnis eingetragen. - Die Eintragungen können (auf Grund fehlender Ressourcen) nicht systematisch durchgehend erfolgen, sondern nur sehr vereinzelt.

Eine der Hauptregeln bei der Erstellung der Kartei im Ersten Weltkrieg war:
"Lege so ein, wie dies der natürlichen Aussprache der Namen am besten entspricht."

Allerdings wurde - möglicherweise in Unkenntnis der richtigen Aussprache des jeweiligen Namens - diese Einreihung im und nach dem Ersten Weltkrieg nicht konsequent eingehalten.

Grundsätzlich ist zu beachten:
Durch das phonetische System gibt es Abweichungen von einer alphabetischen Reihung, insbesondere
*) bei der Einreihung der Anfangsbuchstaben,
*) Abweichungen bei der Reihung der Inlaute und
*) Abweichungen der Reihung der Endlaute.

Das bedeutet konkret:
Alle Kriterien sind bei der Suche und Auswahl von Kartons einzubeziehen.

Namen mit den Anfangsbuchstaben "C" (wenn als "K" ausgesprochen, wie z. B. Caldiero) und "K" sind auf Grund der Phonetik in dieser TOTENKARTEI beim Anfangsbuchstaben "G" eingereiht (z.B. Chalupka in Karton Nr. 298 "Galube"), weiters sind Namen beginnend mit "C" und "Z" auf Grund der Phonetik beim Anfangsbuchstaben "S" eingereiht (z.B. Czinar, Cynar, Zienar in Karton Nr. 882 "Sinar");
Namen beginnend mit P sind bei "B"; beginnend mit T sind bei "D" eingereiht; Namen mit den Anfangsbuchstaben F und W sind bei "V" eingereiht.

Namen beginnend mit "O" sind vorwiegend bei "A" eingereiht. Ausnahmen: Namen beginnend mit Oi / Oj / Oy (in Karton Nr. 738) sind nach "N" (und vor "Ra") eingereiht worden;

Beispiele für die Reihung von Inlauten (bzw. Endlauten): Der Name Kufel befindet sich in Karton Nr. 470 (= Guvl beschriftet) und nicht bereits in Karton Nr. 454 (= Gudman beschriftet [bis Gugar...]). Unter "ei" ist auch "ai" "aj" "ay" gereiht, also z.B. Mai..., Maj, Mayer sind unter Mei... zu suchen. Waidinger ist unter "Veidin..." zu suchen.

Die bereits vorhandenen Hinweise (Beispiele) in einzelnen Titel-Zeilen bzw. unter "Inhalt" sollten bei der Suche in der Kartei beachtet werden.

Angaben zur Benutzung

Zugangsbestimmungen:nur für internen Gebrauch

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:[Digitalisierung der Kartei von August 2024 bis März 2026 durch die Genealogical Society of Utah. - Seitens des Kriegsarchivs wird die möglichst rasche Online-Stellung forciert.]

Die Totenkartei enthält ca. 1,4 Millionen Karteikarten (pro Karton ca. 1300 Kärtchen). - Die 1098 Kartons wurden nach Übergabe ans Archiv nicht systematisch durchgearbeitet, die Karteikarten wurden nicht alphabetisch geordnet.

- Die Totenkartei enthält keinesfalls alle (- entgegen einer weit verbreiteten, jedoch leider falschen Vorstellung -) im Ersten Weltkrieg gefallenen bzw. (an Verwundungen und oft an Krankheiten) verstorbenen Soldaten.

Warum sind hier nicht alle Verstorbenen enthalten? - Da das Meldesystem angesichts der hohen Anzahl an verstorbenen Soldaten nicht lückenlos funktioniert hat. Soldaten, deren Schicksal unbekannt blieb (nicht zufriedenstellend eruiert werden konnte), galten als vermisst und waren nicht zu den Toten zu zählen.

Warum kann es noch zu Enttäuschungen bei der Suche kommen:
Ungeachtet der Phonetik sind Namensgruppen auch immer wieder an Stellen eingereiht, wo man sie nicht vermutet. Daher ist es ratsam, wenn eine ganze Namensgruppe (!) aus einer Reihe herausfehlt, die vorangehenden und anschließenden Kartons ebenfalls durchzusehen. Auf Grund der jahrzehntelangen Recherchetätigkeit zahlreicher (sowohl archivinterner als auch -externer) Personen in dieser phonetisch gelegten Kartei sind Verreihungen nicht auszuschließen.

Und noch zuletzt:
In jedem einzelnen Teil der Österreichisch-Ungarischen Monarchie - in jedem Kronland, in Galizien ebenso wie in Bosnien und Herzegowina usw., wurden zahlreiche weitere Evidenzen über Soldaten geführt, die in den Ersten Weltkrieg eingezogen wurden (das sind konkret die Geburtsjahrgänge 1865 bis 1900 der männlichen Zivilbevölkerung).
--> Soldaten, die außerhalb des HEUTIGEN Österreichs ihr Heimatrecht besaßen, wurden in ihrer Heimatgemeinde / bei ihrem zuständigen Ergänzungsbezirkskommando bzw. beim Ersatztruppenkörper jenes Regiments, bei dem der Soldat diente, evident geführt. - Diese Unterlagen / Evidenzen wurden nicht nach Wien geschickt, sondern sind in den Nachfolgestaaten verblieben!

- Es lag und liegt in der Verantwortung der einzelnen Nachfolgestaaten, diese Evidenzen zu bewahren und für die Forschung aufzubereiten. - Die Tatsache der zahlreichen Verluste an Evidenzen, die insbesondere in den Nachfolgestaaten auf den Gebieten außerhalb des heutigen Österreichs, entstanden sind - ob bewusst oder unbewusst / selbst verschuldet, durch spätere Kriegsereignisse, durch Naturkatastrophen oder durch sonstige Zufälle, - kann jedenfalls nicht dazu führen, in der Meinung zu verharren, dass das Kriegsarchiv alle Daten der verstorbenen und gefallenen Soldaten zur Verfügung haben müsste. Das ist (leider) nicht so.

Jedoch, selbst wenn ein - eventuell passendes - Karteiblatt gefunden wird, bleibt dem interessierten Foscher / der interessierten Forscherin die Enttäuschung oft nicht erspart, da oftmals die (ohnehin nur wenigen, laut Vordruck vorgesehenen) Angaben auf den Karteikarten nur lückenhaft befüllt und daher nicht zufriedenstellend sind.
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1948
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Archivmitarbeiter/-innen
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=3132
 

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