AT-OeStA/KA KPS KS A III Allg. Atlanten, 1 gama Karten aus dem Ptolemäischen Atlas, 1478-1490 (Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde))

Archivplan-Kontext


Angaben zur Identifikation

Signatur:AT-OeStA/KA KPS KS A III Allg. Atlanten, 1 gama
Titel:Karten aus dem Ptolemäischen Atlas
Entstehungszeitraum:1478 - 1490
Stufe:Einzelstück (Aktenstück, Bild, Karte, Urkunde)

Angaben zum Umfang

Umfang:1

Angaben zum Kontext

Autor/Fotograf/Künstler:Conrad Schweynheim; Arnold Bucking
Ort:Rom
Provenienz:Donation Fürst von und zu Liechtenstein. Hauslab'sche Sammlung

Angaben zu Inhalt und Struktur

Inhalt:Archivalie des Monats August 2013:
Der Weltatlas nach Ptolemäus, Rom 1478/1490

Wer in den wohlverdienten Sommerurlaub fährt, wird sich in den meisten Fällen zuvor ein Bild über das gewünschte Urlaubsziel und die Reiseroute machen. Das was heute zumeist mithilfe des Internets erfolgt, wurde noch bis vor wenigen Jahren unter Zuhilfenahme von Karten und Atlanten bewerkstelligt.

Bei dem vorliegenden Atlas handelt es sich um eine Sammlung von Ptolemäus-Karten, die 1478 von den bedeutenden deutschen Kupferstechern Conrad Schweynheim (Schweinkeim, Sweinheim), der ursprünglich aus Schwanheim bei Frankfurt am Main stammte, und Arnold Bucking (auch: Buckinck; möglicherweise mit dem Drucker-Pionier Arnold Pannartz ident) in Rom gestochen wurden. Von den gleichen Kupferplatten erfolgte 1490 in Rom ein Neudruck. „Ptolemäus-Atlanten“ waren zuvor bereits in Bologna 1472 und in Vicenza 1475 erschienen, doch stellt die vorliegende Ausgabe die am saubersten gefertigte des 15. Jahrhunderts dar. Feldmarschallleutnant Franz von Hauslab, geboren in Wien am 1. Februar 1798, gestorben in Wien am 11. Februar 1883, einer der führenden Militärkartographen Österreichs, vermachte Teile seiner bedeutenden Sammlungen seiner Haushälterin, die diese wiederum an Fürst Johann II. von Liechtenstein verkaufte. Einige besonders wertvolle Druckwerke – darunter den vorliegenden Atlas – schenkte der Fürst daraufhin dem Österreichischen Kriegsarchiv.

Bei Erwerb des Atlas wurde bereits im Jahre 1904 ein Gutachten des bekannten Geographen Eugen Oberhummer (geboren in München am 29.3.1859; gestorben in Wien am 4.5.1944) angefertigt, der als unbestrittene Kapazität auf dem Gebiet der deutschen und österreichischen Kartographie seine Meinung zur Originalität des Werkes und des besonderen Wertes abgab.

Die ausgestellten Blätter des Werkes zeigen den Mittelmeerraum mit Teilen Europas und Afrikas sowie größere Gebiete Asiens, soweit sie damals bekannt waren, sowie das Gutachten von Prof. Dr. Oberhummer.

Signatur: ÖSTA, KA/KS, A III 1

Robert Rill / Bernhard Wenning
Archivalienart:Buch
Ansichtsbild:

Weitere Bemerkungen

Bemerkungen:Gutachten des Reg.Rates Dr. Göttmann der Hofbibliothek: "Die Karten gehören zu der Ausgabe der Geographie des Claudi Ptolemaei. De Geographie libri VIII 1490 Petrus de Turre. Vielleicht auch der von Rom 1478. Arnold Buckinck Claudi Ptolemei Alexandrini philosoph cosmographiae (Editio princeps), Wien am 20. 9. 1901". - Gutachten des Professors F. Oberhummer vom 26. Mai 1904: "A III 1 ist die Sammlung von Ptolemaeus-Karten, welche von den deutschen Kupferstechern Schwegnheim und Bucking für die Ausgabe des Ptolemaeus Rom 1478 gestochen und in der Ausgabe Rom 1490 von den gleichen Kupferplatten wieder abgedruckt worden ist; hienach reprodoziert in Nordenskiöld, Faksimile-Atlas. Die Ausgabe 1478 ist nicht princeps, sondern wahrscheinlich die dritte (Bologna 1472?, Vicenza 1475); die Karten sind die schönsten vor der Ausgabe 1513."
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:keine
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1520
Erforderliche Bewilligung:Keine
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:https://archivinformationssystem.at/detail.aspx?ID=1363692
 

Social Media

Weiterempfehlen
 
Startseite|Anmelden|de en fr it nl